Hohe Temperaturen erfordern besondere Rücksicht
Der Sommer ist für viele Hundebesitzer die schönste Jahreszeit. Lange Tage, trockene Wege und viel Zeit in der Natur laden zu gemeinsamen Aktivitäten ein. Doch gerade beim DogScootern und anderen Zughundesportarten gilt: Die Gesundheit des Hundes hat immer oberste Priorität.
Hunde können ihre Körpertemperatur nur sehr eingeschränkt regulieren. Während wir Menschen über die Haut schwitzen, kühlen Hunde ihren Körper hauptsächlich durch Hecheln. Deshalb reagieren sie deutlich empfindlicher auf hohe Temperaturen und können bereits bei moderater Hitze überlastet werden.
Mit einigen einfachen Regeln lässt sich das Training jedoch auch im Sommer sicher und mit viel Freude gestalten.
Die beste Trainingszeit
Im Sommer sollte möglichst früh am Morgen oder spät am Abend trainiert werden.
Zu diesen Zeiten sind:
- die Temperaturen deutlich angenehmer,
- der Boden kühler,
- die Sonneneinstrahlung geringer,
- und die Belastung für den Hund wesentlich niedriger.
Die Mittagsstunden sollten grundsätzlich vermieden werden.
Die Temperatur allein entscheidet nicht
Nicht nur das Thermometer ist wichtig.
Auch folgende Faktoren beeinflussen die Belastung:
- Luftfeuchtigkeit
- direkte Sonneneinstrahlung
- Wind
- Streckenprofil
- Bodenbeschaffenheit
- Trainingsdauer
- Trainingsintensität
Eine hohe Luftfeuchtigkeit erschwert dem Hund die Kühlung zusätzlich. Deshalb kann ein schwüler Tag belastender sein als ein trockener Tag mit etwas höheren Temperaturen.
Auf den Hund achten – nicht auf den Trainingsplan
Jeder Hund reagiert unterschiedlich auf Wärme.
Achten Sie besonders auf folgende Warnzeichen:
- starkes oder ungewöhnlich langes Hecheln,
- verlangsamtes Tempo,
- häufiges Stehenbleiben,
- fehlende Zugfreude,
- dunkle oder tiefrote Zunge,
- unsicherer Gang,
- Orientierungslosigkeit.
Treten solche Anzeichen auf, sollte das Training sofort beendet und der Hund in den Schatten gebracht werden.
Trainingsumfang reduzieren
Im Sommer gilt häufig: Weniger ist mehr.
Statt langer Einheiten sind kürzere Trainingseinheiten sinnvoll.
Qualität ist wichtiger als Quantität.
Oft reichen bereits 15 bis 30 Minuten aus, um Technik, Kommandos oder die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund zu verbessern.
Genügend Wasser bereitstellen
Vor und nach dem Training sollte dem Hund jederzeit frisches Wasser zur Verfügung stehen.
Während längerer Touren gehören Wasser und ein faltbarer Trinknapf unbedingt zur Grundausrüstung.
Der Hund sollte jedoch nicht unmittelbar vor intensiver Belastung große Mengen Wasser trinken.
Den Boden nicht unterschätzen
Asphalt kann sich im Sommer extrem aufheizen.
Auch Schotterwege speichern Wärme deutlich länger als Waldboden.
Für das DogScootern eignen sich deshalb bevorzugt:
- Waldwege,
- schattige Forststraßen,
- Wiesenwege,
- oder gut befestigte Naturwege.
Sie sind meist deutlich angenehmer für die Pfoten.
Ausrüstung regelmäßig kontrollieren
Im Sommer schwitzen Hunde stärker über ihre Pfoten und hecheln intensiver.
Deshalb sollte besonders auf Folgendes geachtet werden:
- gut sitzendes Zuggeschirr,
- keine Scheuerstellen,
- saubere Leinen,
- funktionierende Bremsen,
- ausreichend Luftdruck in den Reifen.
Eine gut gepflegte Ausrüstung erhöht die Sicherheit und den Komfort für Hund und Fahrer.
Alternativen an heißen Tagen
Wenn die Temperaturen dauerhaft zu hoch sind, muss nicht vollständig auf Bewegung verzichtet werden.
Geeignete Alternativen sind:
- lockere Spaziergänge im Wald,
- Suchspiele,
- Nasenarbeit,
- Koordinationsübungen,
- Techniktraining ohne Zug,
- Gehorsamkeitsübungen,
- oder gemeinsames Schwimmen, sofern der Hund Wasser liebt.
So bleibt Ihr Hund körperlich und geistig beschäftigt, ohne unnötig belastet zu werden.
Hitzschlag – ein echter Notfall
Ein Hitzschlag kann lebensgefährlich sein.
Typische Symptome sind:
- extrem starkes Hecheln,
- Apathie,
- Erbrechen,
- Taumeln,
- Zusammenbrechen,
- Krampfanfälle.
In diesem Fall muss der Hund sofort aus der Hitze gebracht und umgehend tierärztlich behandelt werden.
Wichtig ist dabei eine langsame Kühlung mit kühlem – nicht eiskaltem – Wasser. Eiswasser oder ein abruptes Herunterkühlen können den Kreislauf zusätzlich belasten.
Fazit
DogScootern macht auch im Sommer viel Freude – wenn das Wohl des Hundes immer an erster Stelle steht.
Wer die Trainingszeiten anpasst, die Belastung reduziert, ausreichend Wasser mitführt und aufmerksam auf seinen Hund achtet, schafft beste Voraussetzungen für sichere und entspannte Trainingseinheiten.
Denn das Ziel des Zughundesports ist nicht die maximale Leistung, sondern ein motiviertes Team aus Mensch und Hund, das gemeinsam Spaß an Bewegung hat.
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